Risikolebensversicherung mit Übergewicht (BMI) 2024

Risikolebensversicherung mit Übergewicht (BMI) 2024 — Kompakter Überblick
- Thema: Praxisnaher Ratgeber zur Lebens- und Risikolebensversicherung
- Für wen: Alle, die fundierte Informationen zur Absicherung suchen
- Zeitaufwand: Ca. 5 Minuten Lesezeit
- Ergebnis: Bessere Entscheidungsgrundlage für Ihre Versicherungswahl
Ein erhöhter BMI kann bei der Risikolebensversicherung zu Risikozuschlägen führen — muss es aber nicht. Die Grenzwerte variieren je Versicherer erheblich: Manche lehnen erst ab BMI 35 ab, andere schon ab 32. Dieser Ratgeber zeigt, bei welchen Anbietern übergewichtige Antragsteller die besten Chancen haben.
Das Wichtigste vorab

Im Kern ist das Produkt einfach: Vertragslaufzeit definieren, Versicherungssumme festlegen, Gesundheitsfragen beantworten, Beitrag zahlen. Im Todesfall zahlt der Versicherer — ohne Wartezeit, ohne Bürokratie, direkt an den eingetragenen Bezugsberechtigten.
Für das Thema Risikolebensversicherung mit Übergewicht (BMI) 2024 gelten darüber hinaus spezifische Aspekte, die wir in diesem Artikel ausführlich beleuchten.
Schritt-für-Schritt: So bekommen Sie trotz Vorerkrankung eine gute Police
- Diagnoseliste erstellen: Sammeln Sie alle Arztberichte, Diagnosen und Medikamente der letzten 10 Jahre
- Anonyme Voranfrage stellen: Ein unabhängiger Makler kann anonym mehrere Versicherer anfragen, ohne Ihre Chancen zu beeinträchtigen
- Angebote mit Risikozuschlag vergleichen: Manchmal ist ein Zuschlag von 25% günstiger als ein neuer Anbieter ohne Zuschlag
- Gesundheitsfragen vollständig beantworten: Nichts weglassen — auch scheinbar unbedeutende Diagnosen angeben
- Versicherungsschein genau prüfen: Wurden alle Vorerkrankungen korrekt erfasst? Stimmen Ausschlüsse mit dem überein, was vereinbart wurde?
Was kostet eine RLV wirklich? Aktuelle Beitragsbeispiele
| Alter | 100.000 € | 200.000 € | 300.000 € | 500.000 € |
|---|---|---|---|---|
| 25 Jahre | 3–5 €/Mon. | 5–8 €/Mon. | 7–11 €/Mon. | 11–17 €/Mon. |
| 30 Jahre | 4–6 €/Mon. | 7–10 €/Mon. | 9–14 €/Mon. | 14–21 €/Mon. |
| 35 Jahre | 5–8 €/Mon. | 9–13 €/Mon. | 13–19 €/Mon. | 20–30 €/Mon. |
| 40 Jahre | 8–13 €/Mon. | 14–20 €/Mon. | 20–29 €/Mon. | 32–46 €/Mon. |
| 45 Jahre | 13–20 €/Mon. | 23–34 €/Mon. | 33–49 €/Mon. | 53–79 €/Mon. |
Die 5 häufigsten Fehler bei Vorerkrankungen
- Erkrankungen verschweigen: Der häufigste und folgenreichste Fehler. Auch alte oder scheinbar unbedeutende Diagnosen vollständig angeben — der Versicherer prüft im Leistungsfall.
- Nur bei einem Anbieter anfragen: Besonders bei Vorerkrankungen variiert die Bewertung stark. Was ein Versicherer ablehnt, akzeptiert ein anderer mit moderatem Zuschlag.
- Direktanfragen statt anonyme Voranfragen: Zu viele direkte Anfragen können im Markt als "Risikofall" sichtbar werden. Besser: anonyme Voranfragen über einen unabhängigen Makler.
- Ausschlussklauseln nicht lesen: Manche Versicherer schließen bestimmte Todesursachen aus. Den Bedingungstext vor Unterschrift gründlich prüfen.
- Kein Widerspruch gegen ungerechtfertigte Ablehnung: Ablehnungen können manchmal erfolgreich angefochten werden — besonders wenn die Erkrankung gut behandelt und stabil ist.
Empfohlene Anbieter im Vergleich
Nicht alle Versicherer gehen mit Vorerkrankungen gleich um. Diese Anbieter sind bekannt für eine faire Risikoprüfung:
| Anbieter | Preisniveau | Besonderheit | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Hannoversche | Sehr günstig | Direktversicherer | Preissensible Kunden |
| Cosmos Direkt | Günstig | Einfacher Online-Abschluss | Digital-affine Kunden |
| Dialog | Günstig | Flexible Tarife | Makler-Kunden |
| Allianz | Mittel | Starke Marke, volle Beratung | Beratungsintensive Kunden |
| Zurich | Mittel | Internationale Stärke | Umfangreicherer Schutz |
Checkliste für Personen mit Vorerkrankungen
- ☐ Alle Diagnosen der letzten 10 Jahre dokumentiert?
- ☐ Aktuelle Medikation und Dosierung notiert?
- ☐ Anonyme Voranfrage über Makler gestellt?
- ☐ Mindestens 3–5 Angebote mit Vorerkrankung verglichen?
- ☐ Risikozuschlag und Ausschlüsse im Angebot geprüft?
- ☐ Bedingungswerk auf Ausschlüsse gelesen?
Bekomme ich eine Risikolebensversicherung trotz Vorerkrankung?
Ja, in vielen Fällen schon — aber zu unterschiedlichen Konditionen. Manche Versicherer bieten Risikozuschläge, andere schließen bestimmte Todesursachen aus, wieder andere lehnen den Antrag ab. Wichtig ist ein sorgfältiger Marktvergleich, da jeder Versicherer die Gesundheitsfragen anders bewertet.

Was passiert, wenn ich beim Gesundheitsfragebogen eine Erkrankung verschweige?
Das kann zur Leistungsfreiheit im Ernstfall führen — das heißt, die Hinterbliebenen erhalten kein Geld. Der Versicherer hat das Recht, den Vertrag anzufechten, wenn er bei Antragstellung arglistig getäuscht wurde. Deshalb: Alle Angaben vollständig und wahrheitsgemäß machen.
Wie lange werden Krankheiten im Gesundheitsfragebogen abgefragt?
Je nach Versicherer werden Erkrankungen der letzten 5–10 Jahre abgefragt, bei schwerwiegenden Erkrankungen auch länger. Ambulante Behandlungen, stationäre Aufenthalte und Dauermedikationen werden in der Regel vollständig erfasst. Lesen Sie die Fragen sorgfältig und nennen Sie alle relevanten Diagnosen.
Gibt es Versicherungen ohne Gesundheitsprüfung?
Einige Anbieter bieten vereinfachte Gesundheitsfragen oder Angebote ohne klassische Gesundheitsprüfung — meist aber zu deutlich höheren Prämien und mit geringerer Versicherungssumme. Für Personen mit schwerwiegenden Vorerkrankungen kann das dennoch sinnvoll sein.

Jetzt günstige Tarife finden: Nutzen Sie unseren Vergleichsrechner oder lesen Sie mehr in unseren Ratgeber-Artikeln.






